Samstag, 5. November 2011

Gedankenspiele



Eigentlich sollte ich lernen, aber das geht überhaupt nicht. Immer wieder, wenn ich zwinker, erscheint dein Abbild in meinem Kopf, immer wieder seh ich, zwar nur sehr undeutlich, dein Lächeln. Du strahlst, - wie die Sonne. Und wenn ich die Augen wieder öffne, seh ich ein in 800 kleinen Kästchen geteiltes, graues und erschreckende Geschichtsblatt mit unendlich vielen Zahlen, was mich viel mehr an Mathe erinnert. Das passiert alles in weniger als einer Sekunde. Und diese Reise von dir - zurück in mein Zimmer - und dann in das Jahr 1945, ist schlimmer als eine Stunde Sprint. Mit jedem Zwinkern sinkt meine Motivation. Und wenn ich dann mal 10 Minuten versuche zu lernen, ist es ja klar, dass ich keine Lust mehr hab. Deprimierend. Faul. Emotionaler Absturz. Na, und dann wird halt der Hefter zu geklappt. Zu nichts in der Lage. Und der Gedanke, es ist noch so viel zu lernen, was ich nie schaffen werde (wenn`s so weiter geht) will nicht verschwinden. - solange bis ich wieder an dich denke. Praktisch meinen Kopf selbst ausgetrickst. Die Schule wird relativ gleichgültig. Das Leben mit dem Sonnenschein und den Herzensklängen wirkt plötzlich wieder ganz hell. Plötzlich seh' ich wieder Farben, weil ich weiß, dass es dich gibt. Es gibt mir neue Kraft. 

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